Fünf Strände, die idyllischer nicht sein könnten

Es gibt Strände, die sind einfach so schön, dass sie sich im Gedächtnis einbrennen. Ein Blick zurück auf die, die mir auf meinen bisherigen Reisen besonders gut gefallen haben und in Erinnerung geblieben sind. 

Fünf Strände, die idyllischer nicht sein könnten © dieweltineinerkiste.de
Fünf Strände, die idyllischer nicht sein könnten © dieweltineinerkiste.de

Die riesigen Bettenburgen und Strandareale von Rimini und Palma de Mallorca kennt wahrscheinlich jeder. Hier reiht sich Liege an Liege, alles fein säuberlich geordnet natürlich und es geht zu wie in einer deutschen Reihenhaussiedlung. Was für viele nach Urlaub und Erholung pur klingt, ist für mich das Schlimmste, was ich mir nur vorstellen kann. Gute Nacht, sollte es irgendwann mal so bei meinen Planungen aussehen. Denn schön ist wahrlich etwas anderes.

Aber gibt es die einsamen Strände überhaupt noch, die es sich wirklich zu entdecken lohnt? Die Antwort ist schwer, denn auch die Strände, die ich für diese Liste rausgesucht habe, kommen mehr und mehr in Mode und wer weiß, irgendwann reiht sich vielleicht auch hier Strandliege an Strandliege? Zumindest bei einem kann man das komplett ausschließen.

Der Darß – Ostsee-Idylle soweit das Auge reicht

Warum in die Ferne schweifen, wenn schon fast vor der Haustür ein traumhafter Strand wartet? An der Ostseeküste nordöstlich von Rostock liegt der Darß. Das ist eine Landzunge, die es irgendwie geschafft hat, nicht vom wilden Ostmeer verschlungen zu werden. Hier gibt es ein riesiges Naturschutzgebiet und einen Strand, der für mich der schönste in Deutschland ist. Mit Abstand. Hierhin kommt man nur zu Fuß und es dauert eine gute Stunde bis man den Leuchtturm und den beinahe endlosen Strand erreicht, wo sich so wunderbar der Sonnenuntergang bewundern lässt. Die Touristen verlaufen sich selbst in der Hauptsaison, so dass man hier immer ein schönes und ruhiges Plätzchen findet. Wer es sportlicher mag, findet an der Nordsee Strände zum Surfen, Kiten und sogar Wellenreiten.

Playa Caravanas – Versteckte Perle auf Fuerteventura

Nach Mallorca ist Fuerteventura wahrscheinlich die Lieblingsinsel der Deutschen und hier gibt es etliche Strände, die richtig schön, aber eben auch oft gewaltig überlaufen sind. Ein kleines Paradies versteckt sich unweit vom Oasis Park im Süden der Insel. Über eine holprige Schotterpiste zweigt man direkt von der FV-2, der Hauptverkehrsader von Fuerteventura ab und fährt vorbei an Palmen zu dem kleinen Strand, der vielleicht 200 Meter breit ist. Auf den ersten Blick vielleicht etwas unspektakulär zeigt er seine Vielfalt und Schönheit vor allem unter Wasser. Denn unter den steilen Felsklippen zur Linken gibt es Stachelrochen, Tintenfische und mit etwas Glück sogar Riffhaie zu bestaunen. Taucherbrille, Schnorchel und Flossen also unbedingt einpacken und beim Fuerteventura-Urlaub dem Playa Caravanas einen Besuch abstatten.

Unterwasserparadies auf Malapascua

Wo wir schon unter dem Wasser sind: Auf der winzigen Insel Malapascua im Norden der Insel Cebu im Herzen der Philippinen finden Schnorchler am Privatstrand des Tepanee Beach Resort alles, was das Herz begehrt. Während die richtigen Taucher am frühen Morgen zu den Fuchshaien unweit der Insel aufbrechen, kann man vor allem im Nachmittagslicht am hoteleigenen Strand putzige Clownfische und bedrohliche Kugelfische beobachten. Und ganz nebenbei direkt auf einer der Liegen der Sonne dabei zu schauen wie sie langsam im Meer versinkt.

Kosi Bay und Cape Vidal

Im Nordosten Südafrikas gibt es am Cape Vidal einen kilometerlangen beeindruckenden Sandstrand, wo kaum etwas los ist und die Wellen zu einem Bad in der Brandung locken. Etwas weiter nördlich geht es noch stiller zu, denn nur wenige verirren sich in das Kosi Bay Nature Reserve. Hier münden vier Seen über einen Zugang am schmalen Strand direkt ins Meer. Während man an der Meeresküste nur wenige Kilometer von der Grenze zu Mosambik entfernt ist, versteckt sich in den Seen unter Wasser ein Schnorchel-Paradies, was auch als Aquarium bekannt ist und wo mehr bunte Fische als in jedem Sealife zu Hause sind.

Der schwarze Strand von Vík í Mýrdal

Nur die Hartgesottenen werden sich wohl am Strand von Vík í Mýrdal im Süden Islands eine Strandliege aufstellen, um in der Sonne zu brutzeln. Denn – typisch nordisch – geht es hier eher unterkühlt vor. Die Wellen türmen sich mächtig auf und die Strömungen fordert regelmäßig ihren Tribut, indem sie allzu tollkühne Touristen ins Meer zieht und verschlingt. Was wenig verlockend klingt, ist es aber doch, denn der Strand ist mit seinen schwarzen Kieseln, seinen beeindruckenden Felsformationen im Wasser und seiner riesigen Höhle einfach atemberaubend schön. Ein Muss bei jedem Island-Abenteuer, das einen bleibenden Eindruck hinterlassen wird.

Und ihr?

Was sind eure liebsten Strände vor der Haustür und in der ganzen Welt?

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