Der Erfurter Weihnachtsmarkt – der schönste Deutschlands!?

Der Erfurter Weihnachtsmarkt zählt wohl zu den schönsten Deutschlands, wenn er nicht sogar der schönste ist. Schließlich ist seine Kulisse absolut einmalig.

Zugegeben, es ist eigentlich fast etwas spät in diesem Jahr, um noch über Weihnachtsmärkte zu philosophieren. Aber da wir am vergangenen Wochenende mal wieder ein Weihnachtsmarkt-Hopping durch München gemacht haben, ist es mir wieder in den Sinn gekommen, wie schön doch der Weihnachtsmarkt in meiner alten Heimatstadt ist (wobei die Weihnachtsmärkte hier keineswegs schlecht sind, aber eben doch nicht an den Erfurter rankommen).

Der Erfurter Domplatz

Der Dom und die Severikirche am Domplatz in Erfurt © dieweltineinerkiste.de
Der Dom und die Severikirche am Domplatz in Erfurt © dieweltineinerkiste.de

Der Erfurter Weihnachtsmarkt hat am Domplatz der thüringischen Landeshauptstadt schon seit ich denken kann seine Heimat.

Der Platz bietet sich natürlich an. Eingerahmt von Dom und Severikirche, der Festung Petersberg und den restaurierten Fachwerkbauten ergibt sich eine herrliche und prachtvolle Kulisse.

Der Nordteil des Domplatzes war bis Anfang des 19. Jahrhunderts noch bebaut, fiel dann aber Artelleriegeschützen zum Opfer und man beließ es bei der Vergrößerung des Platzes und baute die zerstörten Häuser nicht wieder auf.

Der Platz dient seither als Markt, der wöchentlich stattfindet und mehrmals im Jahr auch als Rummelplatz für allerlei Volksfeste.

Der Erfurter Weihnachtsmarkt

Der Erfurter Weihnachtsmarkt © Erfurt Tourismus und Marketing GmbH; Foto: Barbara Neumann
Der Erfurter Weihnachtsmarkt © Erfurt Tourismus und Marketing GmbH; Foto: Barbara Neumann

Der Erfurter Weihnachtsmarkt findet in diesem Jahr bereits zum 164. Mal statt. Eine stattliche Zahl. Aber was macht den Markt denn eigentlich aus? Was macht ihn so besonders?

Zunächst ist das natürlich die Kulisse. Die ist tagsüber schon imposant, wenn abends der Dom und die Severikirche angestrahlt sind, wirkt sie umso bombastischer. Ein Muss ist die Fahrt im Riesenrad. Hier kommt man der Domspitze nicht nur näher, sondern man hat einen fantastischen Blick über den Weihnachtsmarkt und seine Lichter. Der Blick reicht hier oben auch weiter hinweg über die Dächer der Altstadt. Unten dreht sich eine riesige Pyramide und die zwei Millionen Besucher im Jahr ergötzen sich an den zahlreichen weihnachtsmarkt-typischen Buden und den Fahrgeschäften.

Auch wenn mein letzter Besuch schon wieder eine Weile zurückliegt, ist mir immer noch der Märchenwald in bleibender Erinnerung geblieben. Vor allem im Vergleich zu dem auf dem Weihnachtsmarkt in der Münchener Residenz. Dort wippen mechanisch angetriebene asiatisch anmutende Engel mit blondem Haar mit dem Kopf als wären sie noch von der letzten Nacht im Harry Klein berauscht. Hölzern wirken sie. Das soll Kindern gefallen? In Erfurt besteht der Märchenwald aus liebevoll arrangierten Szenen, die man zwar irgendwann kennt, die aber einfach herzlicher und wärmer wirken.

Schön ist auch, dass der Jahrmarktteil vom weihnachtlichen Teil relativ getrennt ist. Außen sind die Karussells und Fahrgeschäfte und innen die Glühwein- und anderweitigen Genussstände. Und da fehlt die Thüringer Bratwurst natürlich auch nicht.

Da muss ich (mal wieder) hin

Für mich ist weiterhin der Erfurter Weihnachtsmarkt der schönste, dem ich je einen Besuch abgestattet habe. Zugegeben fehlt mir beispielsweise der Nürnberger Christkindlmarkt noch auf der Besuchsliste. Aber ob er Erfurt toppen kann? Ich wage es zu bezweifeln und bin zumindest ein wenig voreingenommen.

Dieses Jahr hat der Erfurter Weihnachtsmarkt noch bis zum 22.12. geöffnet. Noch genug Zeit also, um ihm einen Besuch abzustatten. Ihr werdet es nicht bereuen. Indianerehrenwort!

Bildquelle: Erfurter Weihnachtsmarkt © Erfurt Tourismus und Marketing GmbH; Foto: Barbara Neumann

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