Cape Vidal – Der schönste Strand der Welt?

Cape Vidal im Nordosten Südafrikas liegt inmitten des Isimangaliso Wetland Parks. Von St. Lucia ist man etwa 30 Minuten unterwegs. Am Ende der Straße wartet ein Strand, der mich heute noch träumen lässt. 

Der Strand von Cape Vidal
Der Strand von Cape Vidal © dieweltineinerkiste.de

Zugegeben, an allzu vielen Stränden, die dieses Prädikat verdient hätten, war ich wahrscheinlich noch nicht. Und an solchen, die von diversen Rankings ausgerufen werden, wahrscheinlich auch noch nicht. Der Strand am Cape Vidal jedenfalls rangiert zumindest auf meiner persönlichen Strand-Best-Of-Liste ganz oben.

Knapp zwei Wochen sind wir auf unserer Rundreise durch Südafrika schon unterwegs. Etliche Kilometer liegen bereits hinter uns und nachdem wir erst die direkte Gegend rund um St. Lucia erkundet haben, setzen wir uns am vorletzten Tag ins Auto und machen uns auf den Weg zum Cape Vidal, ohne genau zu wissen, welche prachtvolle Schönheit uns am Ende erwartet.

Fahrt durch den Isimangaliso Wetland Park

Von St. Lucia starten wir in unserem geliebten VW Chico und erreichen schon nach zwei Kilometern den Parkeingang. Nun geht es ca. 30 Minuten auf gut ausgebauten Straßen durch den Park. Zwischendurch lädt ein Fotostop ein, um den riesigen Lake St. Lucia, der größte See Südafrikas, auf die Speicherkarten zu bannen. Zebras und Gnus säumen in kleinen Grüppchen von Zeit zu Zeit den Weg.

Der Park selber ist nach dem Krüger Nationalpark der zweitgrößte Südafrikas und zieht sich stetig an der Küste entlang bis zur Grenze von Mosambique. Später statten wir ihm in Kosi Bay nochmals einen Besuch ab.

Cape Vidal – Der Strand

In Cape Vidal angekommen, parken wir direkt hinter den Dünen. Hier treffen wir dann auch auf die ersten Affen, die es auf Touristen bzw. ihre Hinterlassenschaften abgesehen haben. Vornehmlich Essbares.

Durch die Dünen geht es nun zum Strand. Und ich bin baff. Vor uns erstreckt sich, endlose Kilometer nach links, endlose Kilometer nach rechts, ein herrlicher Sandstrand, der fast weiß zu sein scheint. Knapp 70 bis 100 Meter breit liegt dahinter der strahlend blaue indische Ozean. Die Wellen brechen in schaumendem Getöse und Surfer hätten wohl ihre wahre Freude an ihnen.

Wahnsinn! Wir suchen uns einen Platz und genießen einfach nur die Weite des Strandes und des Ozeans. Einen Platz zu finden, ist nicht allzu schwer, denn der Zugang zum Cape Vidal ist täglich begrenzt. Ab einer bestimmten Anzahl von Autos (ich glaube, es waren einhundert pro Tag) wird keiner mehr in den Park gelassen. Ob das heute noch so ist, konnte ich nicht in Erfahrung bringen.

Der indische Ozean ist hier trotz des südafrikanischen Winters angenehm und lädt zur Abkühlung ein, wenn man sich bei den Wellen ins Wasser traut. Zu hoch sollten die aber nicht sein, denn der Urgewalt der Wassermassen Stand zu halten, ist reichlich schwer.

Ein Abschied, der schwer fällt

Nashorn am Straßenrand
Nashorn am Straßenrand © dieweltineinerkiste.de

Nach ein paar Stunden treten wir den Rückweg an. Es geht zurück durch den Park und wir stoppen wieder ab und an. Erst recht als direkt am Straßenrand ein riesiges Nashorn grast, welches uns anfangs nur sein Hinterteil zuwendet.

Was für ein Koloss. Zum Glück hat das Nashorn gute Laune und sieht uns nicht als potentiellen Fressfeind an.

Mehr große Tiere bekommen wir heute leider nicht zu Gesicht. Das macht aber auch gar nichts. Das Nashorn in der sich langsam senkenden Abendsonne war schon so das Tüpfelchen auf dem I an einem Tag, an dessen Ende wir auch so mit einem Lächeln einschlafen.

Fazit

So nachhaltig hat sich noch kein Strand bei mir ins Gedächtnis gebrannt. Die unglaubliche Weite. Die Farben. Diese perfekte Symbiose aus Meer und Sandstrand ist vielleicht nicht einzigartig, aber Cape Vidal ist so unfassbar schön, dass es keiner weiteren Worte bedarf. Die Bilder sprechen für sich.

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