Brighton – Die schönste Promenade Englands?

Brighton hat die wohl längste und wohl auch schönste Promenade an Englands Südküste. Und allein die ist es wert, ihr immer und immer wieder einen Besuch abzustatten.

Das Riesenrad am Strand von Brighton
Das Riesenrad am Strand von Brighton © dieweltineinerkiste.de

Zum wiederholten Mal hat es mich im März schon nach Brighton verschlagen. Zum ersten Mal ein Ausflug im Rahmen einer einwöchigen Sprachreise nach Hastings, beim zweiten Mal ein Abstecher zu einem Konzert als Geburtstagsgeschenk an mich (das sind sowieso die schönsten) und zum nun dritten Mal, um einem Freund einen Besuch abzustatten.

Stürmisch ist es Ende März. Die Temperaturen sind an die 15-Grad-Marke geklettert und halb Brighton läuft bereits mit kurzen Hosen und T-Shirt herum. Der Wind scheint nicht zu stören, während ich mich in meiner Jacke verkrieche und versuche, die Frisur im Zaum zu halten. Engländer und ihr Kälteempfinden…  Aber wenn man nur einen Tag hat und den nicht zu voll stopfen will, verbringt man ihn dort, wo Brighton einfach am schönsten ist: An seiner Promenade.

Die Promenade auf

Also geht es einmal auf und einmal ab. Von der Höhe des Grand Hotels bis zum Brighton Pier. Der ist einen Abstecher wert. Denn hier gibt`s was zu gewinnen. Naja, nicht wirklich. Denn die Münzen-schluckenden bzw. -verschlingenden Spielautomaten spucken ab und an zwar welche aus, aber nur um gleich danach wieder fleißig gefüttert zu werden. Und so flüchten wir dann doch recht schnell, nicht aber ohne den Hauptgewinn – einen Hello Kitty Seifenblasen-Macher! Wer hoch hinaus will, macht einen Abstecher zum Riesenrad und genießt die Aussicht auf den endlosen Strand. Der wirkt aber auch auf Pierhöhe schon.

Zahlreiche kleine Shops laden ein, kleine, große, schöne, abstrakte oder/und hässliche Bilder zu kaufen. Fish & Chips warten an jeder Ecke und ziehen die neugierigen Blicke der Möwen an.

Der alte Pier

Wir schlendern zurück in Richtung des alten Piers, der lange Zeit als der schönere von beiden galt und auf dem keine Jahrmarkt-, sondern vielmehr eine vornehme und schicke Atmosphäre herrschte. Von dem ist aber leider nicht mehr viel übrig. Der alte West Pier war bereits über 25 Jahre geschlossen und im Jahr 2002 stürzte er teilweise zusammen. Ein Jahr später besiegelte ein Brand das Schicksal des Piers, von dem heute nur noch ein verkohltes Gerüst aus dem Wasser ragt. Bei jedem Besuch in Brighton steht ein Stück weit weniger Pier da.

Die Promenade ab

Die bunten Häuschen auf dem Weiterweg erinnern ein bisschen an die am St. James Beach in der False Bay südlich von Kapstadt, wenngleich die in Brighton nicht ganz so farbenfroh sind, aber doch ein schönes Fotomotiv abgeben. So lässt sich beinahe endlos weiterflanieren bis irgendwann die Hafenbauten die Promenade ablösen (mittlerweile sind wir auch nicht mehr in Brighton, sondern in Hove; Wo die Grenze zwischen beiden Städten verläuft, können selbst Einheimische nicht wirklich sagen…).

Am Abend

Brighton bietet ein sehr buntes und lebhaftes Nachtleben. Zahlreiche Restaurants säumen die Straßen und einen richtigen Überblick, wo was ist, kann ich nicht bieten. Es warten unzählige Pubs, wo man sich ein kühles Guiness genehmigen kann. Unweit des Brighton Piers steht im Mai und Juni wieder das Spiegeltent, wo verschiedenste Künstler mal musizieren, mal Kabarett machen und zu Diskussionen einladen.

Und sonst?

An Sommerwochenende sollte man Brighton meiden, wenn man die Stadt und vor allem die Promenade genießen möchte, denn ganze Heerscharen treffen aus London ein, um dort das Wochenende zu genießen. Das ist in etwa vergleichbar mit den Münchnern, die am Wochenende die A8 verstopfen, um am Tegernsee zu flanieren. Ein Besuch des Royal Pavillons lohnt. Ein Besuch des Sea Life dagegen nicht. Kennt man eins, kennt man alle… Lieber an den Strand setzen, die Seeluft und die immer währende Prise genießen.

Fazit

Es ist schon interessant, wieviele zufällige Begegnungen mich nun schon zum dritten und definitiv nicht zum letzten Mal nach Brighton gebracht haben. Das lockere, lässige Flair und die Schönheit der ewig langen Strandpromenade ziehen in mich jedes Mal aufs Neue in seinen Bann.

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